Peter Probst: Blinde Flecken
Rammstein. Ein Mensch brennt. Rammstein. Fleischgeruch liegt in der Luft … Das Lied der Gruppe Rammstein von 1995 dröhnt aus den Lautsprechern. Tim sitzt in seinem bulligen Geländewagen und bebt vor Zorn und Hass. Warum ist er immer das Opfer, warum immer er?Rammstein. Ein Kind stirbt. Rammstein. Die Sonne scheint…Dann tritt er aufs Gas, ein paar jüdische Jugendliche sind das Ziel, einer stirbt, Blut auf der Frontscheibe, Tim landet im Knast.
Rammstein. Ein Flammenmeer. Rammstein. Blut gerinnt auf dem …
Als Ex-Polizist und Privatermittler Schwarz mit der Sache konfrontiert wird, liegt sie schon vier Jahre zurück. Tim Burger, der Amokläufer von damals soll vorzeitig entlassen werden. Ein Polizeipsychologe hält ihn für ungefährlich und ein fremdenfeindlicher Hintergrund wird auch ausgeschlossen. Ein jüdischer Anwalt will das verhindern und beauftragt Schwarz einen antisemitischen Hintergrund bei Burger festzustellen.
An so etwas glaubt der Detektiv aber nicht, das war bestimmt eine ganz normale Amokfahrt ohne bestimmtes Ziel. Aber er wird schließlich dafür bezahlt, also beginnt er zu ermitteln.
Ein leichter und gut bezahlter Auftrag, aber er muss bald schmerzhaft feststellen auf was für einen Höllentrip er sich da eingelassen hat.
Plötzlich brennt ein Haus, steht er zwischen jüdischen und türkischen Opfern, zwielichtigen Ex-Kollegen und einigen Neonazigruppen die weitaus gefährlicher sind als die üblichen Parolen grölenden Skinheadbanden. Dazu noch der ganz und gar nicht harmlose Amokfahrer der im Knast ein eiskalter Nazikiller geworden ist und keiner hat es gemerkt.
Aber bei dieser Geschichte gibt es doch fast noch ein Happy End, ein ganz knallharter Krimi ist es halt doch nicht, aber spannend bis zur letzten Seite.

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Peter Probst
Blinde Flecken
2010. 256 Seiten
Format 19 x 12 x 2,2 cm
€ [D] 8,95
ISBN-10: 3423211954
ISBN-13: 978-3423211956

