Michael Morley: Viper
Kurz vor Weihnachten sollte für den erfahrenen Profiler Jack King die Welt eigentlich in Ordnung sein. Seine Familie verlässt sich zumindest darauf, dass sie das Weihnachtsfest in aller Ruhe feiern könnten. Es wäre auch alles in Ordnung, würde nicht nach einem seiner Vorträge ein etwas zwielichtiger Kollege aus Italien bei ihm auftauchen und irgend etwas von einer Mordserie faseln.Er will herausgefunden haben, dass fünf in Neapel als vermisst gemeldete Frauen von einem Serienkiller ermordet wurden. Die Polizei in Italien hat allerdings anderes zu tun, als solchen Hirngespinsten nachzujagen. Immerhin ist Neapel fest in der Hand der Camorra, des organisierten Verbrechens. Morde und verschwundene Personen sind dort so alltäglich wie der Stau im Berufsverkehr.
Als man am Fuße des Vesuv allerdings die verkohlten und zerstückelten Überreste einer der vermissten Frauen findet und bei weiteren Untersuchungen auf eine wahre Totenstadt stößt, ändert sich die Situation und Jack King macht sich auf den Weg nach Italien.
Je weiter die Polizei gräbt, desto mehr Überreste tauchen auf. Jack ist sich sicher, einen ganz besonders sadistischen Psychopathen zu jagen, denn die Freuen wurden alle schon vor ihrem Tod angezündet.
Auch der zwielichtige Kollege taucht wieder auf und gerät promt unter Verdacht, ist er doch längst bei der Polizei rausgeflogen. So leicht ist der Fall allerdings nicht zu lösen, er will nur Aufmerksamkeit.
Weitere Morde geschehen und man findet weiterhin vergrabene Leichen. Ein ganzes Feld mit verkohlten Leichenresten wird gefunden, alle fein säuberlich kreisförmig beerdigt. Mit System, sozusagen.
Bislang sieht alles noch nach einem gewöhnlichen Serienkiller aus, zumindest so lange bis die Camorra ins Spiel kommt. Nun wird es auch für Jack gefährlich, denn er tritt nicht nur einigen mächtigen Mitgliedern der “Familie” auf die Füße, er gerät sogar mitten in einen erbitterten Bandenkrieg.
Schmerzhaft muss er erkennen, dass in einer Stadt des organisierten Verbrechens ganz andere Regeln gelten als er es gewohnt war.
Wilde Verfolgungsjagden durch ganz Neapel, Schießereien, Morde, eiskalte Cammoristi, der Thriller hat alles was ein Thriller haben muss. Das eine oder andere Klischee wird auch bedient, allerdings gibt es einige völlig unerwartete Wendungen und so manche Nebenhandlung die es in sich hat.
Michael Morley
Viper
2010. 560 Seiten
Format: 22 x 14,8 x 4,6 cm
€ [D] 8,95
ISBN-10: 3453405994
ISBN-13: 978-3453405998


