Havoc – Verwüstung
“Die Hitze traf ihn wie eine solide Wand, gefolgt von einem weiteren Feuersturm. Er starb sofort, wobei er sein eigenes Gelächter bis zuletzt über dem Toben der Flammen hörte, die ihn verschlangen”1937: Seit seiner Flucht aus Afrika war er den Nazis immer einen Schritt voraus, konnte sein Lebenswerk immer wieder schützen. Bei seiner Rückkehr nach Amerika über den Atlantik ausgerechnet die “Hindenburg” zu benutzen, war ein ganz besonderer Geniestreich.
Obwohl die Deutschen offenbar sogar ihr eigenes Flagschiff opferten, nur um ihn daran zu hindern, seinen Schatz in Sicherheit zu bringen. Den Safe hatte er allerdings schon vor Stunden aus dem Zeppelin geworfen, irgendwo auf einen Acker. Selbst im Augenblick seines eigenen Todes war er ihnen also immer noch einen Schritt voraus.
Aber um die Zeit des zweiten Weltkriegs geht es in dem Buch gar nicht, sondern um zwei Menschen die zur gleichen Zeit am falschen Ort sind. Der Bergbauingenieur Philip Mercer, der in der Zentrafafrikanischen Republik nach Erzvorkommen sucht und die CDC-Ermittlerin Cali Stowe, die die unwahrscheinlich hohe Krebsrate eines Dorfes in der gleichen Gegend untersuchen will.
Beide landen in einem kleinen Dorf im afrikanischen Outback und alsbald fliegen ihnen erst die Kugeln eines Rebellenführers um die Ohren und dann die einer mysteriösen Söldnertruppe. Sie entkommen knapp, nur um zurück in den USA von einer wilden Schießerei in die nächste zu geraten, bis ihnen langsam klar wird um was es eigentlich geht.
Unwissentlich sind die hinter Geheimnisse gekommen, de nicht nur zu den Nazis zurückreichen sondern bis zu Alexander dem Großen und seiner scheinbaren Unbesiegbarkeit. Offenbar bediente er sich einer Waffe, die auch heute noch zu den gefährlichsten und todbringendsten Waffen überhaupt gehört.
Logisch, dass nicht nur damals die Nazis sondern heute auch jede Menge Terroristen dahinter her sind. Nur muss sie vorher natürlich gefunden werden.
In einem Wettlauf gegen die Zeit und gegen diverse Terroristengruppen, schießen sich die Protagonisten durch die Weltgeschichte. Manchmal hat man den Eindruck keinen Thriller sondern ein Drehbuch zu einem Hollywood-Actionfilm vor sich zu haben. Ein paar Schießereien weniger hätten der Story vermutlich nicht geschadet.
Nichtsdestotrotz ist die Geschichte spannend bis zum Schluss und geschichtliche Fakten mischen sich auf eine unterhaltsame Weise mit Fiktion.
Jack Dubrul
Havoc – Verwüstung
Blanvalet Taschenbuch Verlag, 2010, 544 Seiten
Format 20,6 x 13,4 x 4,4 cm
€ [D] 13,00
ISBN-10: 3442373662
ISBN-13: 978-3442373666


