Fjodor flippt aus

Fjodor flippt aus von Felix Janosa, Pål H. Christiansen und Annlaug Auestad

Fjodor flippt aus von Felix Janosa, Pål H. Christiansen und Annlaug Auestad

Palles Papa ist Reparateur. Er repariert aber keine Autos oder Möbel, er repariert alles, was aus dem Meer kommt, aus dem Eismeer, aus dem Roten Meer, aus dem Toten Meer. Er hat schon mal einem Wal geholfen, nach England zu finden oder einer Flunder einen Angelhaken aus der Schwanzflosse geholt.

Und heute hat Papa etwas zum Reparieren mit nach Hause genommen, es ist Fjodor, ein dicker Kabeljau, der nicht mehr ganz richtig funktioniert, seine Schwimmrichtungen stimmen nicht. Und zusammen versuchen nun Palle und Papa Fjodor zu reparieren. Sie sägen und schneiden, hämmern und kleben solange, bis Fjodors Flossen wieder am richtigen Platz sind.

Als Palles Papa wieder arbeiten geht ans Meer, soll Palle auf Fjodor aufpassen. Aber das ist gar nicht so einfach. Fjodor ist nämlich ein kleiner Pascha und zickig noch dazu. Er legt sich ins Elternbett, will seinen Lebertran nicht trinken und ruht sich nicht so aus, wie er soll. Schließlich kann er Palle sogar zu einem Ausflug in die Stadt überreden, d.h. er schreit so lange, bis Palle nachgibt.

Im Bus auf der Fahrt in die Stadt benimmt sich Fjodor alles andere als anständig, er lacht über die Leute im Bus und zappelt herum. Palle muss sich sogar bei einer alten Dame für Fjodors Benehmen entschuldigen. In der Stadt geht es weiter mit Fjodors Geschrei, er setzt durch, dass sie in einem Restaurant essen gehen, benimmt aber natürlich überhaupt nicht und hat an allem etwas auszusetzen. Erst als Palle Fjodor zum wiederholten Mal mit dem Aquarium droht, wird Fjodor erträglicher und sie fahren wieder nach Hause.

Ruhe hat Palle vor Fjodor aber auch zu Hause nicht. Fjodor schafft es immer wieder sei es mit Schreien, Toben oder Tränen, seinen Willen durchzusetzen. Als Papa wieder nach Hause kommt und Fjodor ins Meer bringt, ist Palle unendlich erleichtert.

Eine nette kleine – aber streckenweise etwas langweilige – Geschichte über Schreien, Toben, Heulen und „auf die Nerven gehen“. Palle erfährt am eigenen Leib, wie anstrengend es sein kann, auf jemanden aufzupassen, der mit Schreien und Toben seinen Willen durchsetzen will, und wie schnell man aus der Haut fahren kann. Die Geschichte fordert zu mehr gegenseitigem Verständnis auf.

Die Musik trägt eindeutig Felix Janosas Handschrift und erinnert etwas an Ritter Rost. Die Songs spiegeln sehr schön die Stimmung wider, „Fjodor, frecher Kabeljau“ ist ziemlich frech, „Tuma Tuma“ nach Seemannsart mit Schifferklavier, „Reparieren“ klingt ein bisschen nach Reggae und „Fische im Aquarium“ etwas unheimlich (Fjodor hat ja auch Angst davor). Erzählt wird die Geschichte von Till Demtrøder, bekannt aus Fernsehserien wie „Der Landarzt“ oder „Großstadtrevier“. Annlaug Auestad hat das Buch mit sehr naiven, überzeichneten Bildern illustriert. Empfohlen ab 5 Jahren

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Felix Janosa, Pål H. Christiansen, Annlaug Auestad
Fjodor flippt aus
Terzio Verlag, 2011, 37 Seiten
Format: 30,5 x 21,9 x 1,3 cm
€ [D] 14,95
ISBN-10: 3898357600
ISBN-13: 978-3898357609

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