Das Flammenzeichen

Das Flammenzeichen von James Rollins

Das Flammenzeichen von James Rollins

In den Jahren 2006 bis 2008 verschwand ein Drittel aller Honigbienen der Vereinigten Staaten – sowie ein Großteil der Bienen in Europa und Kanada. Eben noch von wimmelndem Leben erfüllte Bienenstöcke waren auf einmal leer, als wären die Bienen ausgeflogen und nicht zurückgekehrt.

Die Presse vermutete lautstark alles mögliche, bis hin zu Aliens. Dabei war die Wahrheit ebenso einfach wie naheliegend – offenbar für die Presse zu langweilig …

Painter Crowe von SIGMA-Force, einem der zahlreichen US-Geheimdienste hat allerdings ganz andere Probleme. Er bekommt Druck von allen Seiten, muss Resultate vorweisen und ständig verhindern dass die Existenz seiner Abteilung zu bekannt und ihm der Geldhahn zugedreht wird.

Zudem geschehen auch noch drei Morde auf drei Kontinenten. Keine gewöhnlichen Morde, denn eines der Opfer ist der Sohn eines Senators. Zudem tragen alle drei ein seltsames Brandzeichen auf der Stirn und die Umstände ihres Todes sind mehr als ungewöhnlich.

Eine überfallene landwirtschaftliche Versuchsstation in Afrika – überfallen nicht von lokalen Stämmen sondern geradezu vernichtet mit Hubschraubern, Maschinengewehren und Brandbomben. Ein toter Priester, getötet von einem Armbrustpfeil mit Sprengladung und ein Wissenschaftler, erschossen von Auftragskillern in seinem Labor.

Einen Zusammenhang gibt es auf den ersten Blick nicht, auf den zweiten schon und der lässt nichts Gutes erahnen. Schnell führt die Spur zu Ivar Karlsen, einem Wirtschaftsboss der einem der größten forschenden Lebensmittelkonzerne vorsteht. Dort wird intensiv an gentechnisch veränderten Nahrungspflanzen gearbeitet. Aber was haben die mit den Morden zu tun?

Das finden Crowe und sein Team schneller heraus als ihnen lieb ist, der Plan hinter Karlsens Forschungen ist wahrhaft diabolisch, aber auch er ist nur eine Marionette für einen geheimen Kreis von Menschen, die noch schlimmeres vorhaben.

Nun beginnt eine erbarmungslose Jagd quer über die Kontinente, Crowes Team flieht in Rom vor Angriffen mit Hubschraubern und Raketenwerfern, in England aus einem brennenden Tal, in Frankreich aus einem unter Beschuss stehenden Gefängnis und in Norwegen aus der großen Saatgutbank, während Terroristen sie bombardieren.

Dazwischen lösen sie immer wieder Rätsel in geheimen Gängen und Gruften, Indiana Jones lässt grüßen und kommen dem Geheimnis stetig näher.

Wer auf durchgehende Action mit Sprengfallen, Querschlägern und einer Menge Tote steht, für den ist das Buch genau das Richtige. Die Story tritt dahinter leider etwas in den Hintergrund, obwohl sie durchaus spannend ist.

Der Autor vermischt in ihr nämlich geschickt Fakten mit Fiktion. Fakt ist beispielsweise das durch ein Pestizid verursachte Bienensterben, das tatsächlich so stattgefunden hat, auch wenn die Presse die Schuld des Pestizids immer noch weitgehend unterdrückt. Oder die Existenz des legendären Domesday Book von König William von England und die der Aufzeichnungen des heiligen Malachias.

Die Geschichte drumherum ist freilich erfunden, aber es zeigen sich doch immer wieder deutliche Parallelen zur realen Welt, auch wenn es die meisten Menschen nicht wahrhaben wollen …

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James Rollins
Das Flammenzeichen
Blanvalet Verlag, 2011, 544 Seiten
Format 22 x 14,4 x 4,4 cm
ISBN-10: 3764503459
ISBN-13: 978-3764503451

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