Crash
Ein autistischer Junge wird entführt und sein Betreuer dabei erschossen. Schreckliche Sache, aber kein Grund für einen Weltuntergang. Oder etwa doch? Entführt wurde nicht irgendein Kind reicher Eltern, sondern Michael Gupta, ein Ururenkel von Albert Einstein.Einstein hat damals nämlich noch ein paar Dinge herausgefunden, die besser nicht in die falschen Hände geraten sollten, die einheitliche Feldtheorie beispielsweise, jener sagenumwobene Bauplan des Universums.
In den Händen von Terroristen kann der schnell die ganze Welt aus den Angeln kippen, weshalb die Aufzeichnungen damals auch vernichtet wurden. Lediglich der autistische Michael hat sie unauslöschbar in seinem Gehirn gespeichert. Aber nun ist er entführt und in den Händen von Gott weiß wem.
Michaels Pflegeeltern, Wissenschaftshistoriker David Swift und seine Frau, die Physikerin Monique Reynolds machen sich sofort auf die Suche nach ihm, denn zeitgleich finden im Iran erste Atomtests statt – und es werden dabei Anomalien im Raum-Zeit-Kontinuum festgestellt, die bei solchen Tests eigentlich nicht auftreten dürften. Wie viel wissen die Iraner bereits?
Und stecken die Iraner überhaupt hinter der Entführung und den seltsamen Versuchen, die ein Freund von Michaels Pflegeeltern durchgeführt hatte? Auf Kosten des amerikanischen Steuerzahlers, denn er hat dazu Steuergelder abgezweigt.
Irgend etwas seltsames muss jedenfalls vorgehen und die Spuren führen David Swift und Monique Reynolds nach Jerusalem, wo sie in den Kellergewölben der Stadt alsbald ersten Feindkontakt haben.
Dort finden sie auch langsam heraus, dass es nicht die Iraner sind, die sich am Raum-Zeit-Kontinuum zu schaffen machen, sondern die weitaus gefährlichere Gruppe der “Neuen Gläubigen”. Denn die wollen nicht mehr und nicht weniger als das Programm des Universums zum Absturz zu bringen um einen neuen Urknall zu erzeugen. Damit Gottes Paradies endlich entstehen kann.
Für die “neuen Gläubigen” eine durchaus verlockende Vorstellung, für den Rest der Menschheit eher nicht und deshalb setzen Swift und Reynolds auch alles daran, den Plan zu vereiteln. Zum Glück finden sie Verbündete …
Der Anfang des Buches ist etwas gewöhnungsbedürftig, denn wie bei jedem guten Wissenschaftsthriller vermischt der Autor geschickt Fakt und Fiktion und so muss man sich erst einmal in die komplexen Zusammenhänge der Physik hineinversetzen und akzeptieren dass man davon rein gar nichts versteht. Hat man das geschafft, ist das Buch eine spannende und kurzweilige Lektüre. Am Ende versteht man dann vielleicht etwas … oder doch nicht?
Mark Alpert
Crash
Page & Turner, 2011, 448 Seiten
Format 21,4 x 13,6 x 3,8 cm
ISBN-10: 3442203880
ISBN-13: 978-3442203888


