Bowles, Jeff T.

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Jeff T. Bowles ist studierter Wirtschaftswissenschaftler und hat sich autodidaktisch über Jahrzehnte mit Biochemie und dem menschlichen Alterungsprozess beschäftigt. Er publiziert in renommierten Fachzeitschriften und hat mehrere E-Books geschrieben, in denen er das Phänomen der Heilung und des Alterungsprozesses aus der evolutionären Perspektive betrachtet.

Werke von Jeff T. Bowles:

Hochdosiert

 

 

 

 

 

Hochdosiert

Ich beschäftige mich schon seit einiger Zeit mit Vitamin D und dem Mangel, an dem wir wahrscheinlich alle leiden. Seit bei einem Familienmitglied rein zufällig ein extrem niedriger Vitamin D – Spiegel (und das im Hochsommer mit häufigen Freibadbesuchen) festgestellt wurde, bin ich sehr sensibel, was dieses Thema betrifft und habe schon einige Bücher dazu gelesen (u.a. Gesund in sieben Tagen und Superhormon Vitamin D) und jetzt eben Hochdosiert von Jeff T. Bowles.

An diesem Buch hat mich vor allem der Selbstversuch des Autors mit 100.000 IE Vitamin D pro Tag interessiert. Normalerweise bekommt man Vitamin D in 1.000 IE pro Tag verordnet, was auch in Gesund in sieben Tagen als zu niedrige Dosis angesehen wird. Aber 100.000 IE pro Tag!

Gleich mal vorweg, Jeff T. Bowles ist weder Arzt noch Heilpraktiker, sondern Journalist. Als solcher ist er jedoch mit einer unbändigen Neugier und einer großen Kompetenz im Recherchieren ausgestattet. So hat er kurzerhand den Selbstversuch mit dieser extrem hohen Dosis gestartet.

Angefangen hat er mit 20.000 IE pro Tag, dann nach vier Monaten auf 50.000 IE gesteigert bis er auf 100.000 IE pro Tag gekommen ist. Gleich am Anfang des Buches beschreibt er eine ganze Liste von chronischen Leiden, deren Heilung er auf die extreme Dosis Vitamin D zurückführt: eine schnappende Hüfte, Nagelpilz, ein Knochenvorsprung am Ellbogen, knackende und krachende Schultern, ein Überbein am Handgelenk, eine subkutane Zyste im Gesicht und einen Gewichtsverlust von 11 kg ohne jegliche Ernährungsumstellung.

Das Buch ist – selbstredend – nicht wissenschaftlich sondern eher reißerisch geschrieben. Natürlich klärt Bowles darüber auf, was Vitamin D überhaupt ist, warum wir zu wenig davon abbekommen und für welche Erkrankungen Vitamin D – Mangel verantwortlich ist, z.B. Adipositas, Diabetes, Depression, Arthritis, erhöhte Infektanfälligkeit. Bowles geht kurz auf die Toxizität des Vitamin D ein und auf die Bedeutung von Vitamin K2 im Zusammenhang mit Vitamin D. Zu den Erkrankungen kommt er später im Buch noch ausführlicher zurück.

Das ganze Buch ist im Grunde auf seinen eigenen Leiden, und wie er diese mit seinem Selbstversuch geheilt hat, aufgebaut. Zwischendrin wirft er ein paar wissenschaftliche Untermauerungen ein. Nervig wir auf jeden Fall irgendwann der ständige Verweis auf die Präparate, die er nimmt, obwohl er immer wieder betont, dass er keine Provision bekommt. Am Ende des Buches werden dann noch Briefe und Emails zitiert, die Bowles bekommen hat nach Erscheinen des Buches (so füllt man Bücher 😉 )

Fazit: Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert, eignet sich allerdings nur für Leser, die sich mit der Vitamin D – Problematik schon auf wissenschaftliche Art und Weise beschäftigt haben (siehe Bücher oben). Für Einsteiger ist es eher nicht geeignet, dazu sind die Angaben über Einnahme und Kombination mit Vitamin K2 zu ungenau.

Jeff. T. Bowles: Hochdosiert
Goldmann Verlag, 2017, 160 Seiten, Format: 12,6 x 1,2 x 18,3 cm
ISBN-10: 3442222052, ISBN-13: 978-3442222056

 

Du wirst nicht älter, sondern besser

Pillen gibt es viele, um den Verfall des Körpers im Alter aufzuhalten oder – besser gesagt – vermeintlich aufzuhalten.

Christof Steinhauser hat mit Pillen nichts am Hut. Er schlägt einen anderen Weg vor, um den Alterungsprozess zu verlangsamen, eher einen mentalen, wenn nicht sogar spirituellen Weg. Zentrum des Buches und des Geheimnisses der Junggebliebenen bildet dabei eine geheimnisvolle Schriftrolle.

Aber bevor man zum Inhalt der geheimnisvollen Schriftrolle vordringt, erklärt der Autor den Lesern die Grundlagen für ein erfolgreiches Anti-Aging. Die Leser erfahren von der geheimnisvollen Schriftrolle (deren Inhalt natürlich erst später enthüllt wird), wie erfolgreich Junggebliebene handeln, warum sich ein mentales Anti-Aging loht (denn darum geht es letztendlich) und bekommt schon mal etwas über die Wirkung der Schriftrolle erzählt.

Dann geht es endlich los. Die Schriftrolle für immerwährende Jugend wird enthüllt. Aufgeteilt ist sie in ein Pensum für morgens und eines für abends. Die Worte der Schriftrolle sollen nun jeden Tag laut gelesen werden, morgens und abends. Der zentrale Satz dieser Schriftrolle lautet „Mein Herz ist voller Freude, und ich sage ‚Danke‘ für meine Jugend“. Im Grunde ist diese Schriftrolle ein Training in positiver Einstellung, im Hinwenden zu all dem Positiven im eigenen Leben, ein Umprogrammieren der negativen Gedanken, die wir alle vor allem in Bezug auf uns mit uns herumtragen.

Ergänzt wird die Schriftrolle mit einem Erfolgskalender, in dem man seine Erfolge festhalten kann, und Übungen für den Alltag, z.B. einer Standmeditation aus dem Taijiquan. Leider gibt es dazu nur ein Foto und eine Anleitung, ein Link zu einem Video wäre klasse gewesen. Kann man doch bei solchen Übungen eine Menge falsch machen. Aber wozu gibt es Google. Am besten sucht man nach „Zhan Zhuang Anleitung“, dann bekommt man eine Auswahl an Videos.

„Du wirst nicht älter, sondern besser“ ist ein liebevoll gestaltetes kleines Büchlein, das auf Grund seines praktischen Formats in jede Tasche passt, ansprechend und ohne erhobenen Zeigefinger geschrieben. Und die Übungen sind für jeden, der wirklich möchte, umsetzbar.

Christof Steinhauser: Du wirst nicht älter, sondern besser
Schirner Verlag, 2017, 144 Seiten, Format: 13,6 x 1,2 x 17,4 cm
ISBN-10: 384341288X, ISBN-13: 978-3843412889

Steinhauser, Christof

Christof Steinhauser, Betriebswirt mit zusätzlicher psychologischer Qualifikation, ist Sachbuchautor und Chief Financial Officer eines Technologiekonzerns. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit NLP, Reiki, Meditation, Quantenheilung und Taijiquan. Sein Programm für eine wirkungsvolle Verjüngung mithilfe mental-spiritueller Techniken hat er aus seiner Erfahrung und Praxis heraus entwickelt.

Werke von Christof Steinhauser:

Du wirst nicht älter, sondern besser

 

 

 

Wie wir es schaffen, ohne Müll zu leben

Die Geburt des ersten Kindes verändert bei vielen die Sichtweise (bei mir damals auch), schließlich ist man jetzt nicht mehr nur für sich selbst verantwortlich, sondern auch noch für einen kleinen, hilflosen Menschen. Und diesem kleinen Menschen möchte man möglichst auch noch eine lebenswerte Welt hinterlassen. Deshalb fangen viele mit der Geburt des ersten Kindes an, ihren Lebensstil zu überdenken. So auch Hannah Sartin und Carlo Krauss. Die beiden entschlossen sich, Zero Waste zu leben, also keinen Privatmüll mehr zu produzieren.

Nun bin auch ich über die Vermeidung von Plastik zu Zero Waste gekommen, wobei ich noch weit entfernt bin von Zero Waste, und ich weiß auch nicht, ob ich jemals dahin kommen werde. Zero Waste strebe ich auch gar nicht an, denn auf bestimmte Dinge möchte ich nicht verzichten. Aber Müllvermeidung ist etwas, mit dem ich mich schon beschäftige, denn wir alle produzieren Unmengen von Müll, und vieles davon lässt sich ganz einfach vermeiden. Deshalb bin ich immer wieder für Anregungen dankbar. Und die hab ich diesem kleinen Büchlein gefunden.

Hannah Sartin und Carlo Krauss erzählen zunächst, was Zero Waste ist, wie das mit den Müllbergen ist und wie sie überhaupt auf die Idee gekommen sind, keinen Müll mehr produzieren zu wollen.

Die beiden Autoren orientieren sich bei ihrem Umstieg auf Zero Waste am Buch von Bea Johnson, einer Amerikanerin, die Zero Waste populär gemacht hat. Für Bea Johnson besteht Zero Waste aus den fünf R:

Refuse – Ablehnen, was man nicht braucht
Reduce – Reduzieren, was man braucht
Reuse – Wiederverwenden
Recycle – Recyceln
Rot – Verrotten bzw. Kompostieren

Und daran orientieren sich auch Hannah Sartin und Carlo Krauss. Sie geben Tipps zum Reduzieren, zum Wiederverwenden und zum Recyceln. Sie beschreiben ihren ersten Zero Waste Einkauf und die vermeidbaren Fallen, und erklären, was rechtlich möglich ist (z.B. in puncto in eigene Behältnisse abfüllen lassen).

Die Zero Waste-Küche lebt vor allem von Rezepten und Anleitungen, wie man Waschmittel und ähnliches selbst macht, ebenso das Zero Waste-Bad.

Interessant sind vor allem die Kapitel „Müllfrei mit der ganzen Familie“ – es ist schließlich nochmal etwas ganz anderes, müllfrei mit Kindern zu leben –, „Müllfrei im Job“ und der „Zero Waste – Urlaub“. Über müllfrei im Job hab ich mir z.B. noch nie Gedanken gemacht, außer dass ich meinen eigenen Kaffeebecher im Coffeeshop gegenüber auffüllen lasse. Aber Carlo verwendet im Büro-WC sogar sein eigenes, mitgebrachtes Handtuch, um keine Papiertücher zu verwenden.

Sympathisch fand ich, dass die beiden im Urlaub an ihre Zero Waste-Grenzen gestoßen sind. Das macht das Buch authentisch. Dem Leser wird nicht vorgegaukelt, dass Zero Waste  immer und überall funktioniert, wenn man nur will, sondern dass es auch Situationen gibt, in denen es einfach nicht funktioniert.

Müll vermeiden kann jeder, und es ist wirklich einfacher als man zunächst denkt. Man muss nur ein bisschen aus seiner Komfortzone herauskommen und mal um die Ecke denken.

Ein lesenswertes Buch, vor allem für die, die in Zero Waste einsteigen möchten.

Hannah Sartin, Carlo Krauss: Wie wir es schaffen, ohne Müll zu leben
mvg Verlag, 2017, 176 Seiten, Format: 14,9 x 1,5 x 21,1 cm
ISBN-10: 3868827218, ISBN-13: 978-3868827217

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Krauss, Carlo

Carlo Krauss ist Ingenieur und hat mit seiner Partnerin Hannah Sartin 2014 damit begonnen, auf Zero Waste umzustellen. Im Februar 2016 haben die beiden sich einen Traum erfüllt und Münchens ersten verpackungsfreien Bioladen gegründet.

Werke von Carlo Krauss:

Wie wir es schaffen, ohne Müll zu leben

 

 

 

 

Feierabend! – Warum man für seinen Job nicht brennen muss

Eine wunderbare Streitschrift ist dieses Buch. In Zeiten, in denen man in der Arbeit seine Berufung finden muss, sich selbst verwirklichen, glücklich sein muss, kommt einer und behauptet, nicht die Arbeit macht uns unglücklich, sondern genau all diese Lügen, die über die Arbeit kursieren, und all die Erwartungen, die wir selbst und andere an unsere Jobs stellen.

Ich war lange genug im Online-Business tätig, um all die Sprüche zu kennen: Raus aus dem Hamsterrad, Verwirkliche dich selbst in deiner (selbständigen) Arbeit, Finde deine Berufung, usw. usw. Und lange genug bin auch ich meiner Berufung hinterhergehechelt und habe gutes Geld ausgegeben, um sie letztendlich doch nicht zu finden. Oder vielleicht doch? Und zwar genau darin, dass ich in meiner Freizeit das tue, was mir Spaß macht (z.B. Musik), und inzwischen einen Job habe, der mir gefällt, den ich gerne mache, aber für den ich mich nicht verzehre und verbrenne.

Als dieses Buch von Volker Kitz im Regal der Buchhandlung stand, in der ich arbeite, wusste ich, dass ich das auf jeden Fall lesen werde.

Schon die Zusammenfassung auf der Rückseite hat mich fasziniert:

„Gesellschaftlicher Konsens ist: Nur wer leidenschaftlich arbeitet, liefert gute Ergebnisse und wird glücklich. Doch Millionen Menschen fragen sich: Was läuft falsch bei mir, wenn ich bei der Arbeit keine Leidenschaft spüre? Und wo sind die »spannenden Herausforderungen«, von denen alle sprechen?“

All dieses Gefasel von Leidenschaft, Glück, Herausforderungen betrachtet Volker Kitz in seinem Buch mit dem Seziermesser.

Er beginnt mit der Entwicklung der Arbeit. Die Urmenschen interessierte der Begriff Arbeit herzlich wenig, in der Antike war es schick, nicht zu arbeiten, erst Luther erklärte die Arbeit zum Beruf und zur Bestimmung des Menschen. Von da an war der Begriff Arbeit ideologisch aufgeladen.

Und dann schaut sich Volker Kitz all die Begriffe, die heute als so schick im Zusammenhang mit Arbeit gelten, an. Arbeit als Herausforderung, Arbeit als Selbstverwirklichung und Spiel, Spaß und Spannung. Das reinste Überraschungsei!

Die Realität sieht anders aus. Die wenigsten Deutschen brennen für ihren Job, gerade mal 15% geben an, dass sie sich so mit ihrem Unternehmen identifizieren, dass sie genau dieses Überraschungsei geknackt haben. Und was ist mit dem Rest der arbeitenden Bevölkerung?

Sukzessive nimmt Volker Kitz die „Lebenslügen des Arbeitslebens“ mit dem Seziermesser auseinander: Leidenschaft, Herausforderung, Gestalten, Sinn, Selbstverwirklichung, Wichtigkeit, Menschen. Und er bringt immer wieder tolle Beispiele, die den Widersinn dieser Arbeitslügen zeigen.

„Millionen sitzen im Büro, stehen am Fließband oder kriechen mit einem feuchten Tuch auf dem Boden herum und fragen sich: Was läuft falsch bei mir, wenn ich dabei keine Leidenschaft spüre? Sie suchen, grübeln und verzweifeln, weil in ihrem Leben etwas nicht ‚stimmt‘.“

„Möchten Sie mit einem Piloten fliegen, der vor dem Start verkündet: ‚Dieser Flug ist eine Herausforderung für mich‘?“

Volker Kitz singt ein Lob auf Dienst nach Vorschrift, weil diejenigen, die ihren Job und nur ihren Job machen, es sind, die ein Unternehmen am Laufen halten, auf Routinearbeiten, weil auch die dafür sorgen, dass es läuft, und er stellt die provokante Frage „Wenn Ihre Arbeit so toll ist, warum werden sie dann dafür bezahlt?“

Dieses Buch ist ein wichtiges und befreiendes Buch in einer Kultur des „immer mehr und immer weiter“ im Arbeitsleben, in einer Kultur, die diejenigen missachtet, die einfach nur ihren Job machen, ein Plädoyer für mehr Ehrlichkeit in der Arbeitswelt und ein kleines Stück mehr Wertschätzung gegenüber den 75%, die eben nicht für ihre Arbeit brennen.

Volker Kitz: Feierabend! – Warum man für seinen Job nicht brennen muss
FISCHER Taschenbuch, 2017, 96 Seiten, Format: 12,5 x 0,9 x 20,5 cm
ISBN-10: 3596297966, ISBN-13: 978-3596297962

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Auf alles vorbereitet – Lifehacks für unterwegs

Ich bin kein Mensch der ständig in Urlaub fährt, keine, die ständig Fernreisen unternimmt und erst Recht kein Backpacker. Einmal im Jahr eine Städtetour und einmal im Jahr ein Entspannungsurlaub, das reicht. Aber ich liebe Lifehacks und zum Thema Reisen mussten sie dieses Mal von DuMont sein (sorry Trick 17).

„Wie ein Haargummi jede Reise rettet und 299 andere unentbehrliche Tipps & Kniffe“, so lautet der Untertitel. Zusammengetragen haben diese Tipps die DuMont-Reiseprofis, witzig illustriert hat die Tipps Marie Geissler.

Das nur 330 Gramm schwere Buch ist unterteilt in verschiedene Rubriken, die das Reisen so mit sich bringt. Und die Tipps haben es echt in sich.

In „Juhu, Urlaub!“ geht’s um das Planen und Buchen, das Packen und um Geräte und Apps, die dabei sind. Die zweite Rubrik „Endlich Abfahrt“ beschäftigt sich mit der Art des Reisens. „Komme, was da wolle!“ verrät Tipps und Tricks zu Hotels, Gesundheit, Sicherheit im Urlaubsort, „Draußen überleben“ und zum Fotografieren. Dazwischen eingestreut werden immer wieder „10 Gründe, warum du…“. Dabei geht es um Vielzweckklammern, große Tücher, Gaffa-Tape und dem schon im Untertitel erwähnten Haargummi.

Die „Hacks“ haben es in sich. Z.B. dass die Freischaltung der Sparpreise bei der Bahn immer drei Monate vor Reisetermin erfolgen und du genau dann die größte Auswahl an günstigen Tarifen hast, oder dass du Übergepäck – gerade bei Billigfliegern – umgehen kannst, wenn du auf Kurierdienste wie DHL oder Hermes zurückgreifst. Interessant fand ich auch, das manche Buchungsportale Cookies setzen, die verhindern, dass bei einer erneuten Suche die günstigsten Preise angezeigt werden. Das Kofferpacken für Profis werde ich beim nächsten Urlaub ausprobieren und das Outfit in der Socke auch.

Total fasziniert bin ich von den Vielzweckklammern. Von den 10 Tipps dazu kann man einige super auch zu Hause anwenden.

Für alle, die unterwegs in Panik verfallen, weil sie nicht wissen, ob sie die Wohnungstür abgeschlossen haben, gibt es auch einen klasse Tipp. Und wer unterwegs eine Toilette sucht, wird mit der App „Toilet Finder“ fündig.

In der Rubrik „Endlich Abfahrt“ gibt es tolle Tipps, wenn du ohne Reservierung mit der Bahn unterwegs bist, wie du einen Wasserball als Schlafkissen benutzen kannst, wie du Kinder auf langen Autofahrten beschäftigen und einen Jetlag austricksen kannst.

In „Komme, was da wolle!“ erfährst du, was am besten – wenn keine Tablette zur Hand ist – gegen Kopfschmerzen hilft, wie du lästige Kriechtiere wie Spinnen abhältst, deine Drinks in der Wüste kühl hältst, eine Weinflasche ohne Korkenzieher aufbekommst, ein Lagerfeuer machst und jederzeit Klopapier zur Hand hast, ohne dass es sich aufrollt oder feucht wird.

Das witzige Buch ist eine wahre Fundgrube an Tipps und Tricks. Zusammengehalten wird es übrigens von einem Gummiband 😉

Auf alles vorbereitet – Lifehacks für unterwegs
DUMONT REISEVERLAG, 2017, 160 Seiten, Format: 15 x 2 x 20,5 cm
ISBN-10: 3770184807, ISBN-13: 978-3770184804

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Augenyoga – Die Nakagawa-Methode für ein Leben ohne Brille

Bis vor zwei Jahren, als ich einen Augentrainingskurs gemacht habe, hätte ich nie gedacht, dass ich meine Sehschärfe trainieren kann. Nun kommt zu meiner Kurzsichtigkeit, die ich schon seit Jugend habe, auch eine Altersweitsicht (ja ich werde alt 😉 ). Und da ich keine Lust auf eine Gleitsichtbrille habe, hatte ich mir damals gedacht, dass ich zumindest die Weitsichtigkeit wieder abtrainieren könnte. Das hat auch ganz gut funktioniert, solange ich wirklich täglich trainiert habe.

Aber wie es halt so ist, irgendwann hab ich mit dem Training wieder aufgehört, und die Sehkraft hat sich wieder verschlechtert. Und dann ist mir das Augenyoga-Buch von Kazuhiro Nakagawa in die Hände gefallen.

Gleich mal vorweg: Wer sich schon mit Augentraining auseinandergesetzt hat, wird in diesem Buch nicht viel Neues finden. Die Übungen gleichen zum großen Teil denen, die ich auch in besagtem Kurs gelernt habe. Wer sich noch nie damit beschäftigt hat, für den ist das Buch ein guter Einstieg, wenn man von ein paar Schwächen absieht.

Das Buch beginnt gleich mal mit ein paar Seiten Erfahrungsberichten. Nakagawa bezeichnet sich als DER Experte auf dem Gebiet des Augentrainings. Dementsprechend lobt er sich auch selbst im Buch mit vielen – für meinen Geschmack zu vielen – Erfahrungsberichten von Menschen, denen er geholfen hat. Diese Erfahrungsberichte ziehen sich durch das gesamte Buch, ebenso wie der erhobene Zeigefinger, mit dem es geschrieben ist. Für meinen Geschmack ist ein bisschen zu viel „müssen“ und „sollen“ und Verteufelung der digitalen Medien, die Nakagawa für eine grassierende Zunahme der Kurzsichtigkeit verantwortlich macht. Da mag er wohl Recht haben, aber ich habe nun mal eine Aversion gegen „müssen“ und „sollen“. Und noch ein kleines Manko hat das Buch. Es ist immer die Rede von Sehstärke, aber nicht in Dioptrien, so wie das bei uns gemessen wird, sondern von Sehstärken von 0,1 bis 1,0. Erklärt wird das aber nicht.

Wenn man von diesen Schwächen des Buches absieht, kann man viel Nutzen aus diesem Buch ziehen. Ich hab die Erfahrungsberichte einfach irgendwann übersprungen. Mich haben nur die Übungen und die Erklärungen interessiert. Und Übungen sind einige zu finden.

Laut Nakagawa hängt die Sehkraft nicht nur von den Augenmuskeln ab, sondern auch von der Gehirnleistung und auch davon, wie sehr man daran glaubt, sehen zu können. So sind die Übungen auch unterteilt in Sehübungen fürs Gehirn und Augentraining für die Augenmuskeln. Außerdem gibt es Lockerungsübungen für Nacken und Schultern, weil Nakagawa auch der Überzeugung ist, dass verspannte Nacken- und Schultermuskeln die Durchblutung der Augen und Gehirns heruntersetzen und damit das Sehvermögen mindern.

Am Ende des Buches gibt es sogar noch eine kleine Anleitung, wie man das Schnelllesen trainieren kann.

Für mich ist das Buch – sieht man über die genannten Schwächen hinweg – eine Fundgrube an Übungen, mit denen man seine Sehstärke trainieren kann. Jetzt heißt es nur noch: Anwenden und Üben.

Dr. Kazuhiro Nakagawa: Augenyoga – Die Nakagawa-Methode für ein Leben ohne Brille
Goldmann Verlag, 2017, 240 Seiten, Format: 13,6 x 2,2 x 20,5 cm
ISBN-10: 3442221846, ISBN-13: 978-3442221844

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