Dalai Lama

Der Dalai Lama ist das geistliche und weltliche Oberhaupt der Tibeter. Der amtierende 14. Dalai Lama, Tendzin Gyatsho, wurde am 6. Juli 1935 in Taktser, Provinz Amdo, Osttibet geboren.

„Seine Heiligkeit“ ist Linienhalter der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus und lebt seit 1959 im Exil in Indien, nachdem Tibet von den Chinesen besetzt worden war. Im Alter von zwei Jahren wurde er aufgrund einer Vision als die Wiedergeburt des 1933 verstorbenen 13. Dalai Lama erkannt.

Er erkannte als Kleinkind sowohl einen amtierenden hohen Lama als auch etliche Gegenstände aus dem Besitz seines Vorgängers. Im Alter von vier Jahren konnte er schließlich in Lhasa inthronisiert werden.

Am 17. November 1950 wurde ihm die weltliche Herrschaft über Tibet übertragen, er musste allerdings vor den Chinesen an die Grenze zu Indien fliehen. 1951 kehrte er nach Lhasa zurück und unterzeichnete das chinesische „17-Punkte-Abkommen zur friedlichen Befreiung Tibets“ um sein Land vor der völligen Zerstörung zu bewahren.

1959 floh der Dalai Lama während des Tibetaufstands ins indische Exil nach Dharamsala. Seitdem führt er regelmäßig Vortragsreisen in der ganzen Welt durch und setzt sich für ein friedliches Miteinander ein.

1989 erhielt er dafür den Friedensnobelpreis.

Werke des Dalai Lama:

der-mittlere-weg-100Der mittlere Weg