Meinhof, Carl
Der Pastor und Afrikanist Carl Friedrich Michael Meinhof wurde am 23.07.1857 in Barzwitz bei Rügenwalde geboren und starb am 11.02.1944 in Greifswald.
Er wurde 1909 auf den ersten deutschen Lehrstuhl für Afrikanistik berufen und 1936 mit 79 Jahren von August Klingenheben abgelöst. Zuvor war er als Sprachlehrer am Seminar für Orientalische Sprachen der Universität Berlin tätig.
Zur Afrikanistik kam der Sohn des Pfarrers Friedrich Meinhof durch Zufall, als er einem in der Nachbarschaft lebenden Duala-Jungen Deutschunterricht erteilen sollte. Zu dieser Zeit war er bereits Pastor in Zizow, einem pommerschen Dorf und beschäftigte sich in seiner Freizeit mit philologischen Studien. Studiert hat Meinhof an der Universität Greifswald und der Universität Tübingen.
Er war einer der ersten Wissenschaftler die sich systematisch mit der Erforschung afrikanischer Sprachen und Überlieferungen beschäftigten. Schon 1902 machte er Aufnahmen von traditioneller afrikanischer Musik mit Hilfe eines Phonographen. Zu seinen wichtigsten Arbeiten gehört eine vergleichende Grammatik der Bantusprachen.
Meinhof war zwei Mal verheiratet und hatte insgesamt zwölf Kinder, von denen drei frühzeitig starben. Noch mit 76 Jahren trat er am 5. Mai 1933 der NSDAP bei.
Werke von Carl Meinhof:

