Schumann, Hans Wolfgang
Dr. Hans Wolfgang Schumann, geboren 1928, hat sich seit 1946 privat und wissenschaftlich mit dem Buddhismus befasst.
Schon im Alter von 17 Jahren, in den Nachkriegswirren des Jahres 1945, stieß er in Büchern auf Verse aus dem Pali-Kanon, die ihn nicht mehr los ließen. Das Interesse war geweckt und er schloss sich 1947 in Düsseldorf einer buddhistischen Gruppe an, um mehr über die ihm fremde Kultur zu erfahren aus der diese Verse stammten.
1948 begann Schumann eine Lehre als Verlagsbuchhändler, was ihm ermöglichte, systematisch nach damals noch recht knapper buddhistischer Literatur zu suchen. Schnell kam er zu dem Schluss, dass eine tiefere Kenntnis des Dhamma die Beherrschung des Pali voraussetzt.
1951 begann er deshalb an der Universität Bonn das Studium der Indologie bei den Professoren Kirfel und Losch. 1957 legte er schließlich seine Doktorprüfung ab, mit dem Thema “sankhara”, die Geistesregungen und Tatabsichten.
1960 ging er für den Deutschen Akademischen Auslandsdienst als Lektor für die deutsche Sprache nach Indien an die Hindu-Universität in Benares. Dies gab ihm die Gelegenheit seine Kenntnisse um den Buddhismus zu vertiefen und erstmals direkten Kontakt zu einem buddhistischen Land zu bekommen.
Er besuchte in insgesamt 20 Jahren mehrmals die historischen Stätten Buddhas und bekam als Diplomat die Gelegenheit, mit hohen Politikern Gespräche über “Land und Leute” zu führen
1985/86 hatte er einen Lehrauftrag für Buddhismus an der Universität Bonn.
Von 1988 bis zu seiner Pensionierung 1993 war Schumann deutscher Generalkonsul in Bombay und danach bereiste er als Reiseleiter mehrfach Indien, Nepal, Tibet und Bhutan.
Schumann hat eine Vielzahl von Bücher über den Buddhismus und den Hinduismus verfasst, die meisten können durchaus als Grundlagenwerke bezeichnet werden. Hans Wolfgang Schumann ist Träger des Rabindranath-Tagore-Literaturpreises.
Werke von Hans Wolfgang Schumann:
Die großen Götter Indiens – Grundzüge von Hinduismus und Buddhismus
Das Handbuch Buddhismus