Xiaolong, Qiu
Qiu Xiaolong (chin. 裘小龙, [tʃjuː ʃiaʊlɒŋ] wird 1953 in Shanghai geboren. Er gehört der Generation an, die während der “Großen Proletarischen Kulturrevolution” aufs Land verschickt werden soll.
Aufgrund einer Erkrankung entgeht er diesem Schicksal aber und kann in Shanghai bleiben. Die Schulen sind zu dieser Zeit geschlossen, so bringt er sich selber Englisch bei. Mit Hilfe von Mao-Zitaten, denn andere Literatur ist nicht verfügbar.
Nach der Kulturrevolution ist lernen wieder erlaubt und er beginnt Englisch und Literaturwissenschaft zu studieren. Nebenbei übersetzt er Verse von T.S. Eliot. Nach dem Studium ist er als Übersetzer für amerikanische Krimis an der Akademie der Sozialwissenschaften tätig.
1988 durfte er in die USA reisen, da er ein Stipendium der Ford Foundation in den USA erlangte. Nach dem Massaker am Platz des himmlischen Friedens in Peking beschließt Qiu Xiaolong seinem Heimatland für immer den Rücken zu kehren in den USA zu bleiben.
Seit 1994 lebt und arbeitet er in St. Louis und ist an der Universität für Chinesische Literatur und Sprache als Lehrer tätig.
1995 kehrte er erstmals wieder nach China zurück und war zutiefst beeindruckt von den Veränderungen die sein Land durchgemacht hatte. Er beschließt darüber zu schreiben und so entsteht sein erster Roman „Tod einer roten Heldin“ .
Für diesen wird er auch gleich mit dem Anthony Award für den besten Debütroman ausgezeichnet.
Werke von Qiu Xiaolong:
Tod einer roten Heldin (Oberinspektor Chens erster Fall)
Die Frau mit dem roten Herzen (Oberinspektor Chens zweiter Fall)
Schwarz auf Rot (Oberinspektor Chens dritter Fall)
Rote Ratten (Oberinspektor Chens vierter Fall)
Blut und rote Seide
Das Tor zur roten Gasse: Erzählungen
