Barbara Fiedler

Barbara Fiedler
Ich denke Frau Ebner-Eschenbach hatte Recht, wobei man hinzu fügen sollte, dass Bücher auch einmal nur der Unterhaltung dienen dürfen.
Ich lese schon immer alles was mir in die Hände fällt. Angefangen bei Bilderbüchern und Geschichten die mir vorgelesen worden sind bevor ich selbst lesen konnte. Dies zog sich durch die Bücher von Michael Ende, Ralf Isau, Otfried Preußler, die Märchen der Gebrüder Grimm, Erich Kästner, Karl May und vielen anderen Autoren und die Schullektüren (Kleist, Goethe, Schiller, Shakespeare, Camus, …).
Dabei hielt ich mich an die zehn Rechte eines Lesers, die Daniel Pennac so wunderschön in seinem Buch “Wie ein Roman” beschrieben hat. Dort findet sich gleich an der ersten Stelle “das Recht, nicht zu lesen”. Aber auch das Recht nach “Trivialliteratur süchtig zu werden” gefällt mir. Ich persönlich finde diese Rechte sollten auch Schülern zugestanden werden, wenn sie zum Beispiel nicht Romeo und Julia sondern lieber Donald Duck lesen wollen.
Zur Zeit lese ich fast ausschließlich Fachbücher im Bereich Informatik, Mathematik und Wirtschaft. In meiner Freizeit finde ich Sachbücher über alle Fachbereiche hinweg spannend. Darin teilweise oberflächlicher über das Thema geschrieben, wie ich es mir wünsche, und auch die Quellen sind häufig nicht das was ich erwarte. Gleichzeitig vermitteln diese Sachbücher einen Einblick in Wissensgebiete, in die ich mich sonst kaum einarbeiten würde und so sehe ich gerne darüber hinweg. Schließlich bleibt immer die Möglichkeit sich die zugehörige Fachliteratur zur weiteren Lektüre selbst zu recherchieren und zu lesen.
Meine Lieblingsbücher sind die, die ich nicht mehr aus der Hand legen kann und die, nach deren Lektüre ich mehr Fragen habe als zuvor. Vorausgesetzt die Fragen die ich hatte wurden beantwortet und es sind neue Fragen. Denn dann hat das Buch es geschafft, mich “zum eigenen Denken zu verleiten”, hinterrücks oder nicht.
